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Hovawart – aufmerksamer Wächter mit tierisch viel Familiensinn

23.01.2025 - Lesedauer: 9 Minuten

Hovawart Hund steht auf einer Wiese

Der Hovawart ist der perfekte Wachhund für Haus und Hof. Informier dich hier über seinen ausgeglichenen Charakter, seine Pflege und die Haltung.

Der Hovawart ist eine treue Seele und der ideale Familienhund. Am glücklichsten ist dieser temperamentvolle Hund, wenn er Haus, Hof und seine Familie bewachen kann. Und das tut er mit Leidenschaft und Bravour. Viel Auslauf und engen Familienkontakt braucht diese sehr alte, deutsche Hunderasse, die zur Kategorie der Gebrauchshunde gehört.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Hovawart ist eine altdeutsche Hunderasse, deren Geschichte auf die Wach- und Schutzhunde der mittelalterlichen Burgen und Bauernhöfe zurückgeht. Eine gezielte Hovawart-Zucht beginnt allerdings erst Anfang des 20. Jahrhunderts.
  • Der Hovawart ist ein imposanter Hund mit längerem, je nach Varietät dunklem oder blondem Fell und einem harmonischen Erscheinungsbild. Bei guter Gesundheit kann der Hovawart eine durchschnittliche Lebenserwartung von bis zu 12 Jahren haben.
  • Hovawarte sind geborene Wächter und besitzen einen starken Beschützerinstinkt, jedoch keinen ausgeprägten Jagdtrieb. Das typische Hovawart-Temperament ist ausgeglichen und ruhig. Zugleich steckt in jedem dieser Vierbeiner eine starke Persönlichkeit, weswegen dein Hovawart eine konsequente Erziehung benötigt. Außerdem brauchen Hovawarte ausreichend Bewegung und eine sinnvolle Beschäftigung, um auch für eine geistige Auslastung zu sorgen.

Woher stammt die Rasse Hovawart?

Der Hovawart gehört zu den ältesten deutschen Hunderassen. Erwähnt wird dieser treue Wachhund schon in einem Rechtsbuch aus dem 13. Jahrhundert. Seine ursprüngliche Bestimmung lässt sich aus seinem Namen herleiten: Hovewarte bedeutete in der mittelhochdeutschen Sprache Hofwächter, auch Hofhund. Die vierbeinigen Gefährten waren über Jahrhunderte hinweg als selbstständige Bewacher des Hab und Guts auf Bauernhöfen tätig. Dabei standen sie stets in engem Kontakt mit ihren Familien. Eine gewisse Selbstständigkeit haben sie sich bis heute bewahrt. Ab 1922 wurde der Hovawart gezielt gezüchtet. Heute gehört er zu den beliebtesten Hunderassen.

Interessant: Wiedergeburt der Hovawarte

Die mittelalterlichen Hofwächter Hovawarte waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts lediglich aus alten Zeichnungen bekannt. Die Hovawarte galten als ausgestorben. Ihre Wiedergeburt verdankt die Hunderasse Hovawart einer unermüdlichen Arbeit des Zoologen und Züchters Kurt Friedrich König. Seit Beginn der 1920er-Jahre suchte er in entlegenen Dörfern im Harz und Schwarzwald nach großen, langhaarigen Wachhunden. Diese kreuzte König mit Leonbergern, Neufundländern und Deutschen Schäferhunden. Als Ergebnis der langjährigen Zucht entstand ein Hund, welcher dem mittelalterlichen Hovawart nicht nur äußerlich, sondern auch vom Temperament her sehr ähnlich ist.

Auch diese Rassen gehören zu den aufmerksamen „Wächtern“

Pumi: Er ist ein echtes Arbeitstier: Den ungarische Pumi erfüllt Wachsamkeit bis in die Spitze seines rund gebogenen Schwanzes. Innerhalb seines Menschenrudels zu jedem Spaß bereit, erweist er sich als perfekter Wachhund gegenüber Fremden.

Chow-Chow: Diese Hunderasse blickt auf eine lange Vergangenheit. Ruhe und Zurückhaltung, aber auch Treue und Wachsamkeit bestimmen das Wesen des Chow-Chows.

Finnischer Lapphund: Der Finnische Lapphund begleitete Menschen viele Jahrhunderte lang als verlässlicher Hüte- und Jagdhund. Heute ist der seltene Suomenlapinkoira, wie er in Finnland genannt wird, ein ebenso kontaktfreudiger wie unkomplizierter Begleiter.

Charakter: Was hat der Hovawart für ein Temperament?

Mutig, wachsam und zugleich anhänglich, loyal und menschenbezogen – diese Wesenszüge zeichnen den Hovawart aus. Der perfekte Lebensraum für diesen mittelgroßen Hund ist ein Grundstück mit Garten, das er mit Eifer bewachen kann. Noch besser gefällt es dem selbstbewussten Vierbeiner, wenn dort eine große Familie lebt, denn der Hovawart ist ein echtes Rudeltier: Er braucht den ständigen Kontakt zu seinem „Ersatzrudel“ und kann ein prima Familienhund sein.

Am liebsten ist er überall dabei. Auch mit Kindern kommt dieser Vierbeiner prima klar, wenn sie ihm mit Respekt und Achtsamkeit begegnen und unter der Beaufsichtigung eines Erwachsenen. Fremden gegenüber ist der Hovawart indes misstrauisch – da kommt sein ausgeprägter Beschützerinstinkt durch.

Aufgrund seines ausgeglichenen Charakters und seines Lerneifers wird der Hovawart auch zum Assistenz- und Therapiehund ausgebildet.

Rassetypische Eigenschaften

Natürlich sind alle Hunde sehr individuell und die Ausprägung der rassetypischen Eigenschaften kann sicherlich abhängig von Charakter, Alter, Erziehung, Vorerfahrungen und auch Zuchtlinie variieren.

Wichtig ist es zu wissen, dass alle Rassen aus einem bestimmten Grund entstanden sind und gewisse Charaktereigenschaften gezielt herausgezüchtet wurden und man sich bei der Auswahl auch bewusst für diese Eigenschaften entscheidet.

Ist ein Hovawart schwer zu erziehen?

Der Hovawart begeistert mit Intelligenz, Ausdauer und Temperament. Er braucht eine klare Führung und eine konsequente Erziehung: Ist sein Halter führungsschwach, neigt dieser Hund dazu, eigenständig Entscheidungen zu treffen – das hat er schließlich jahrhundertelang getan. Die Erziehung erfordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen, da der Hovawart bisweilen recht eigensinnig, aber auch sensibel sein kann. Dafür benötigst du entweder schon Erfahrung mit Hunden oder du musst dir das Wissen aneignen – etwa mit regelmäßigen Besuchen in der Hundeschule.

Ist ein Hovawart aggressiv?

Hovawarte sind gelehrige und intelligente Vierbeiner. Zugleich sind diese großen Hunde recht selbstständig und besitzen einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb. Von Natur aus ist ein Hovawart weder gefährlich noch aggressiv. Fehlt es dem Hund allerdings an konsequenter Erziehung und artgerechter Beschäftigung, kann das für den Charakter eines Hovawarts negative Folgen haben. Dann können seine angeborene Wachsamkeit und sein Schutzinstinkt in Aggressivität gegenüber anderen Menschen und fremden Hunden umschlagen. Korrigieren dieses Verhaltens erfordert ein aufwendiges Antiaggressionstraining. Übrigens: Hovawarte sind in Deutschland keine Listenhunde!

Wach- und Schutztrieb beim Hovawart

Beim Hovawart – dem Hofwächter – ist sein Name Programm: Hovawarte sind leidenschaftliche Wachhunde. Sein Revier überwacht dein Hovawart mit Adlersaugen und schlägt beim Verdacht auf Eindringlinge sofort Alarm. Angenehmerweise neigen Hovawarte jedoch nicht zu notorischem Bellen. Dafür können die athletischen Vierbeiner zu einer richtigen Gefahr für ungebetene Gäste werden.

Hovawarte sind nicht nur exzellente Wächter, sondern auch eifrige Beschützer. Der Schutztrieb liegt einem Hovawart im Blut und soll durch eine konsequente Erziehung unter Kontrolle gebracht werden. Damit das Zusammenleben mit einem Hovawart gelingt, ist neben dem Training in einer Hundeschule eine klare Führung deinerseits erforderlich.

Hat ein Hovawart Jagdtrieb?

Während Hovawarte über einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb verfügen, ist Jagdtrieb für diese Hunderasse eher untypisch. Das bedeutet: In der Regel kann ein Hovawart sogar ohne Leine in der freien Natur spazieren gehen. Freilich gehören ein sicherer Rückruf und die Leinenführigkeit zur Ausbildung eines Hovawarts zwingend dazu.

Ist ein Hovawart für Anfänger geeignet?

Die smarten Vierbeiner haben ihren eigenen Kopf und übernehmen gerne die Führung, falls Frauchen oder Herrchen mit dieser Aufgabe aus der Sicht des Hovawarts nicht sonderlich erfolgreich zurechtkommt.

Wenn du dir einen Hovawart als Freund, Begleiter und Beschützer wünschst, dann informiere dich zunächst ausführlich über die Hunderasse und mache, insofern in deinem Bundesland erforderlich, einen Hundeführerschein. Suche weiterhin bei erfahrenen Hovawart-Züchtern Rat. Wir möchten dir deine Traumrasse Hovawart nicht ausreden, sondern lediglich auf Herausforderungen hinweisen, welche mit der Haltung von diesen Hunden verbunden sind.

Ist der Hovawart ein Familienhund?

Ein Hovawart ist in der Regel kein „Ein-Mensch-Hund“ und seine bedingungslose Treue gilt allen Familienmitgliedern gleichermaßen. Seine Menschen und deren Besitz wird dieser Hund unter allen Umständen beschützen. Zugleich gehört der willensstarke und selbstständige Hovawart im Unterschied zu einem Labrador, Golden Retriever oder Neufundländer nicht zu den entspannt-geduldigen Familienhunden. Für dich bedeutet das: Für Familien mit Kindern im Vorschulalter ist der Hovawart nicht unbedingt die richtige Wahl. Sind deine Kids schon etwas älter, wird sich ein Hovawart in dein Familiengefüge höchstwahrscheinlich perfekt integrieren, wenn die Kinder mit dem richtigen Umgang des Hundes vertraut gemacht wurden.

Wie viel Bewegung braucht ein Hovawart?

Damit ein Hovawart ausgelastet ist, braucht er unbedingt eine Aufgabe. Neben dem Bewachen des „Hofes“ und dem Beschützen seiner Menschen benötigt der intelligente Hund viel Auslauf und geistige Herausforderungen. Plane täglich ausgedehnte Spielzeiten, lange Spaziergänge oder Fahrradtouren ein. Noch besser kann sich der Hovawart beim Hundesport austoben. Achte aber darauf, dass du nicht zu früh mit dem Sport beginnst: Der Hovawart ist ein sogenannter Spätentwickler und erst mit drei Jahren komplett ausgewachsen. Zu frühe Belastungen könnten seine gesunde Entwicklung beeinträchtigen.

Kann ich einen Hovawart in der Stadtwohnung halten?

Aufgrund des ausgeprägten Wachinstinktes ist es nicht von Vorteil mit einem Hovawart in einem Mehrparteienhaus zu wohnen, jedoch gibt es immer charakterliche Ausnahmen. Auch sind Hovawarte nicht nur groß, sondern auch bewegungsfreudig. Die Haltung in einer Stadtwohnung sollte also gut abgewägt werden und kann nur gelingen, wenn du täglich für ausreichend Auslauf und geistige Beschäftigung sorgst.

Pflege des Hovawarts

Was die Fellpflege betrifft, so ist diese Hunderasse eher unkompliziert. Das dichte, weiche Fell solltest du regelmäßig bürsten und kämmen, vor allem während des Fellwechsels. Verfilzte oder verklebte Fellhaare schneidest du vorsichtig mit der Schere ab.

Wie stark haart ein Hovawart?

Hovawarte haben nur wenig Unterwolle, was nicht nur die Pflege vereinfacht, sondern auch beim Fellwechsel Vorteile bietet. Insgesamt haaren Hovawarte also moderat.

Für welche Krankheiten ist ein Hovawart anfällig?

Wie viele große Hunderassen kann auch der Hovawart an einer Ellenbogen- oder Hüftgelenksdysplasie erkranken.

Eine gewisse Prädisposition haben Hovawarte außerdem für die Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion). Diese langsam fortschreitende Erkrankung führt zu apathischen Zuständen sowie zum Haarausfall und häufig zur Gewichtszunahme. Neben einer Hormontherapie spielt bei der Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion ein extra mit Jod angereichertes Futter eine wichtige Rolle.

Lebershunt als eine bei Hovawarten gelegentlich vorkommende angeborene Gefäßanomalie leitet den Blutkreislauf an der Leber vorbei. Als Folge kann in diesem wichtigen Körperorgan keine Entgiftung stattfinden. Die Therapie besteht oftmals in einer Operation, mit dem Ziel, das abnormale Gefäß zu verschließen.

Lebenserwartung: Wie alt wird ein Hovawart?

Bei guter Gesundheit und aus einer verantwortungsvollen Zucht stammend, kann der Hovawart eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 oder mehr Jahren erreichen.

SteckbriefHovawart

Rasse
Hovawart
Herkunft
Deutschland
Klassifikation
Gebrauchshund FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide – Schweizer Sennenhunde
Größe
63 bis 70 Zentimeter Widerristhöhe (Rüde), 58 bis 65 Zentimeter Widerristhöhe (Hündin)
Gewicht
30 bis 40 Kilogramm
Körperbau
kräftig, muskulös, athletisch
Augen
dunkle bis mittelbraune Farbe, ovale Form
Ohren
dreieckige Hängeohren
Fell und Farbe
langes, leicht gewelltes Fell mit wenig Unterwolle, drei Farbnuancen: Schwarzmarken, Schwarz und Blond
Besonderheiten
braucht starke Führung und konsequente Erziehung
Charakter
sehr wachsam, familienbezogen, bewegungsfreudig, lernwillig
Pflege
regelmäßige Fellpflege

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Welches Futter braucht ein Hovawart?

Ein gesunder Hovawart legt einen guten Appetit an den Tag und gehört keineswegs zu den Futtermäklern. Du kannst deinen Vierbeiner mit einem bedarfsdeckendem Alleinfuttermittel versorgen und dabei entweder auf Trockenfutter oder auf Nassfutter setzen oder aber beide Futtersorten kombinieren. Als Alternative kannst du auch das BARF-Konzept anwenden. Da BARFen eine sehr komplexe Art der Fütterung ist, solltest du jedoch unbedingt eine spezifische BARF-Ernährungsberatung vereinbaren, damit dein Hund bedarfsdeckend versorgt wird.

Empfehlung: Futter für große Hunde wählen!

Bei der Suche nach der passenden Trockenfuttersorte entscheide dich für Futter für große, aktive Hunde oder aber grundsätzlich für eher grobkörnige Futtersorten.

Wo kann ich einen Hovawart-Welpen kaufen?

Hast du dich in die imposanten und intelligenten Hovawarte verliebt, kontaktiere einen der an den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossenen Züchtervereine. Oft findest du sogar direkt auf der Homepage des VDH eine Liste mit den aktuellen Hovawart-Würfen. Rechne mit einem Preis in einem niedrigen vierstelligen Bereich, da Hundezucht eine arbeits- und kostenintensive Tätigkeit ist.

Falls für dich ein ausgewachsener Hovawart infrage kommt, schaue dich auf den Webseiten der Züchterclubs gezielt nach Hovawarten in Not um und erkundige dich bei den Tierheimen aus der Region.

Fazit: Hovawart – imposanter Wächter mit sympathischem Charakter

Im mittelalterlichen Deutschland bewachten Hovawarte Bauernhöfe und Burgen, hüteten Herden und beschützten ihre Menschen. Bis heute gehört die Hunderasse Hovawart zu den besten Wach- und Schutzhunden. Zugleich sind diese Vierbeiner dank ihres ausgeglichenen Charakters und ihrer Intelligenz angenehme Begleithunde, die sich in nahezu jede Familienkonstellation harmonisch integrieren.

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